Donnerstag, 15. Juni 2006Mündliche Abiturprüfung & GesamtergebnisDas von mir zu den Abiturprüfungen scherzhaft aufgestellte meteorologische Gleichnis ließ sich dann doch auch gestern anwenden. Die mündliche Prüfung in Mathematik, der ich mich gestern noch stellen musste, verlief weder "cool" noch "glatt", sondern eher warm und hektisch ... wie das Wetter eben. Die von mir behandelten Sachverhalte zum Üben für den gestrigen Tag waren dann doch von weit höherem Anspruch, als das, was letztendlich geprüft wurde. Dennoch war ich mit der Gesamtleistung persönlich nicht zufrieden, obwohl ich mich - bis auf zwei kleine Aufgabenteile - eigentlich ganz gut verkaufen konnte. Nichtsdestotrotz kann ich mich mit dem gestern Abend schließlich erhaltenen Prüfungsergebnis von 12 Punkten (2+) durchaus anfreunden, obwohl ich mich ein wenig darüber ärgerte, nur 2 Punkte an einer weiteren Schnittverbesserung vorbeigerauscht zu sein - das war's wohl, womit ich nach der Prüfung nicht zufrieden war ;-) So hieß es allerdings gestern Abend vom Oberstufenkoordinator, Herrn Gerhardter: "Zu einem Gesamtdurchschnitt von 1,8 gratuliere ich Sven Paris". Alles in allem also ungefähr der Schnitt, der von mir zum Eintritt in die Oberstufe angepeilt war. Ich bin daher durchaus zufrieden und danke an dieser Stelle allen, die mir schon so nett gratuliert haben. Schöne Erfahrungen ließen sich nebenher mal wieder mit unsinniger Bürokratie machen. Nachdem Herr Wulf, mein Prüfungslehrer, sagte, ich könne eigentlich gehen, da nach mir kein Prüfling mehr käme, bestand unsere Oberstufenkoordinatorin doch noch auf ein Verweilen meinerseits im "Nachbereitungsraum". Nach dem Grund befragt, lautete die Antwort, dass man einem Schüler, der mit seinem Ergebnis durchgefallen sei, dies anschließend persönlich mitteilen wolle. Auf meine Erwiderung, ich könne selbst mit 0 Punkten nicht mehr durchfallen, hieß es nur noch, dass es ja nicht so schlimm sei, mich eine halbe Stunde lang noch mit meinen Mitschülern zu unterhalten. Zwangsbürokratie halt. Wir lernen in der Schule eben doch für das Leben. Dienstag, 6. Juni 2006Präfinale AbrechnungLangsam neigt sich alles dem Ende zu. Die schülerischen Kräfte fokussieren sich seit der Notenfeststehung (22. Mai) beinahe ausschließlich auf die Prüfungsfächer. Nach der Zeugnisausgabe, welche natürlich keine Zeugnisausgabe war, da lediglich eine "Mitteilungen über die Noten und Punkte der Kurse des 4. Kurshalbjahres" ausgegeben wurden, die eine Woche später erfolgte, brach heute der Tag an, auf den ein halbes Jahr lang gewartet werden musste: Die Verkündung der Ergebnisse der schriftlichen Abiturprüfungen. Turbulent, wie es an einem solchen Tag eben zugeht, sah man lachende und weinende, fröhliche und enttäuschte, nachdenkliche und missmutige Gesichter um sich herum. Meine doch recht optimistischen Einschätzungen in Englisch, Geschichte und Deutsch wurden heute sogar noch übertroffen, so dass ich mich durchaus zu den fröhlichen Schülern dieses Tages zählen kann. Die letztendlichen Prüfugsnoten belaufen sich auf:
In meinen Leistungskursen (Deutsch und Geschichte) bin ich über mein Abschneiden besonders daher froh, weil ich auch in Relation zu meinen Mitschülern sehr gute Ergebnisse erzielt habe. So habe ich in Deutsch die beste, in Geschichte die zweitbeste Klausur der jeweiligen Kurse geschrieben. Ein großer Glückwunsch an dieser Stelle an Max, der trotz Verletzung und Schlafstörungen zur Prüfungszeit sowohl in Geschichte als auch in Deutsch jeweils die beste Klausur geschrieben hat und sich somit in Deutsch den ersten Platz mit mir teilen muss ;-) Dass er sich auf das gesamte Abitur bezogen leider unter Wert verkauft hat, lässt sich nun nicht mehr ändern. Die letzte Abrechnung, auch wenn sie kein solches Ausmaß wie die heutige annehmen wird, findet nun in einer guten Woche statt: Das mündliche Abitur. Wenn ich dem Abiturrechner meines Mitschülers Frederik glauben darf, so ergibt sich - in Bezug auf das letzte Prüfungsergebnis - folgende Gesamtqualifikation:
Da mir 14 Punkte für eine mündliche Prüfung recht utopisch erscheinen, wird das Ziel natürlich sein, 9 Punkte zu erreichen und den angepeilten Schnitt von 1,8 zu erzielen. Die Hoffnung auf 14 oder 15 Punkte und einen damit verbundenen Abiturschnitt von 1,7 wird natürlich nicht aufgegeben ;-) Nächste Woche zeigt es sich dann, wie weit mich Wahrscheinlichkeitsrechnung und Exponentialfunktionen effektiv bringen werden ... Dienstag, 4. April 2006Die Deutsch-AbrechnungAls "Abrechnung" interpretierte und bezeichnete ich den heutigen Beginn der Deutschstunde, als Herr Thomas mit unseren Klausuren den Raum betrat - und er stimmte mir zu. Auch im Vorfeld klangen die Kommentare vernichtend: Viele Leute hätten das Thema verfehlt, wir seien nicht in der Lage, uns an Aufgabenstellungen zu halten und dergleichen mehr. Die unmittelbare Vorrede zur Rückgabe war da noch einen Zacken schärfer: PW-Klausuren seien geschrieben worden, die Methodik sei zu kurz gekommen und überhaupt sei Vieles schlecht gewesen. In solch einer Stimmung warteten wir natürlich nahezu begeistert und voller Vorfreude auf unsere Klausuren. Gemessen am letzten Semester ist der Schnitt der Klausur diesmal um einen knappen Punkt gefallen: 6,4 Punkte (also eine durchschnittliche 4+ für jeden) ist sicherlich kein Grund zur Freude, doch nichtdestotrotz wurde mir mein durch die Deutschklausuren des letzten Semesters hervorgerufener Optimismus heute bestätigt: Mit 11 Punkten als Resultat meiner letzten Deutschklausur bin ich voll und ganz zufrieden. Auch meine gute Rechtschreibleistung hat eine gewisse Kontinuität bewiesen: Bei nur acht Fehlern innerhalb der gesamten Klausur, obwohl Herr Thomas - wie er betonte - selbige extra dreimalig gelesen hat, um weitere zu finden, musste selbst er eingestehen, dass "die sprachliche Gestaltung [...] als gelungen zu betrachten" sei! Es gibt also weiteren Grund, der Rückgabe der Abiturklausuren positiv entgegenzublicken. 2 Monate sind es noch, dann steht eine noch viel größere Abrechnung an. Montag, 27. März 2006Oberstufen-LottoWahrscheinlichkeitsrechnung ist gerade deswegen recht angenehm, weil sie lebensnah und vorstellbar ist - sollte man zumindest meinen. Denn diese Attribute erhält sie erst, wenn auch die Beteiligten halbwegs lebensnahe Vorstellungen von den gestellten Vorgängen haben. Dass eine Schülerin der Oberstufe das genaue Prozedere eines Lotto-Vorgangs nicht vollständig kennt, ist zwar verwunderlich aber im Prinzip kein Problem. Immerhin hat man ja noch weitere Schüler im Kurs, die eben jenes Prozedere erklären können (sollten). So entwickelt sich das Volks-Glückspiel durch die Erklärung einer (selbst lottospielenden!) Mitschülerin kurzerhand zur Farce: Auf einem Lottoschein existieren 49 "klitzekleine" Kästchen, die alle ankreuzbar sind. Anschließend wird aus sechs verschiedenen Urnen jeweils eine Kugel gezogen. Klingt interessant: 6 Richtige könnten also stets leicht erreicht werden, wenn keine Zahl doppelt gezogen wird. Und wenn schon; dann wären es immerhin noch 5 Richtige. Und dafür hauen die ständig so riesige Jackpot-Summen raus? Geil. Der Mathe-Lehrer kann dies natürlich nicht im Raum stehen lassen und korrigiert. Natürlich sind nur 6 der 49 Kästchen anzukreuzen und es werden 6 Kugeln aus einer Urne gezogen. Als anschließend eine weitere Schülerin fragt, ob die Aufgabenstellung (Wahrscheinlichkeit für genau 4 Richtige berechnen) davon ausgehe, dass die Zahlen in der richtigen Reihenfolge angegeben werden, ist die Ernsthaftigkeit an der Aufgabe vollends verloren gegangen. Dass meine Schwester (10. Klasse, Realschule) mir soeben das Lotto-System fehlerfrei erläutern konnte, zeigt wohl, dass eine Erklärung dieses Glücksspiels durchaus einem Abiturienten zumutbar sein sollte ... Schöne Grüße aus Pisa - oder so. Freitag, 17. März 2006Kein Abzug, die 2.Da ich am Dienstag leider nicht am Deutschunterricht teilnehmen konnte, habe ich bedauerlicher Weise auch die neusten Äußerungen zu den Abiturklausuren verpasst. Rechtschreibabzüge scheinen das große Plauder-Thema zu sein; doch diese Information war wohl verheerend: zwei Leute ohne Abzug. Aber damit nicht genug - immerhin wären zwei Personen eine bessere Bilanz als nur eine Person. Die Vehemenz liegt im Detail: Diejenigen, die nicht zu den Auserwählten ohne Abzug gehören, haben aufgrund der Rechtschreibung gleich 2 Punkte weniger (und demnach einen Fehlerquotient von mindestens 5%). Die nachfolgende Information ist zwar nicht vollständig verifiziert, aber zumindest soll von offizieller Seite mein Name gefallen sein, als es um die Kandidaten ohne Abzug ging. Um ehrlich zu sein halte ich dies auch für recht wahrscheinlich; 2 Punkte weniger wären doch etwas hart. Immerhin ist es mir in letzter Zeit immer mehr gelungen, Rechtschreibfehler zu vermeiden [siehe auch meine letzte Deutschklausur]. Dass ich heute die letzte Deutschklausur meiner Schullaufbahn geschrieben habe, wirkt auf das kleine Freudengefühl, das sich trotz des krampfhaft aufrecht gehaltenen Schulstresses ein wenig ausbreiten kann, durchaus unterstützend - obwohl eine zweistündige Deutschklausur mit gut 600 Wörtern heute recht merkwürdig angemutet hat. Dienstag, 28. Februar 2006PHP-Dialoge"Wer hat denn Aufgabe 2 schon fertig?" Ich liebe PHP - so beginne ich wenigstens einen Tag in der Schülerwoche mit weiterer Erholung und Spaß an der Sache. Donnerstag, 23. Februar 2006Kein AbzugEin eisiger Hauch des Schweigens umgibt die bisherigen Erkenntnisse unserer Abiturklausuren. Anscheinend möchte sich später keiner der Lehrer den Schuh anziehen, zuviel verraten zu haben. Was die Klausuren in Geschichte angeht steht zumindest eines fest: Seit gestern liegt der Entscheidungsprozess nur noch beim Prüfungsvorsitzenden, dessen Eingreifen jedoch recht unwahrscheinlich sein dürfte. Dennoch gilt es noch dreieinhalb Monate lang, Geduld zu bewahren und in Ruhe auf die Zensuren zu warten. Worüber sich unsere Lehrerin jedoch schon jetzt ausgelassen hat: Punkteabzüge für Rechtschreibung. Dass ich die einzige Person des Kurses bin, die keinen Abzug bekommen hat, sorgt während des Wartens für zusätzliche Zuversicht. Weiterhin deuten alle Indizien darauf hin, dass sowohl Geschichte als auch die anderen Klausuren halbwegs gut ausgefallen sind. Es gilt also: Blick nach vorne, Ohren steiff halten und nicht resignieren. Na dann wollen wir mal. Dienstag, 7. Februar 2006Befremdliche SchulvorgängeNachdem ich auf meine schriftlichen Anfragen via Fax und E-Mail keine Antworten erhielt, habe ich heute die Gabriele-von-Bülow-Oberschule angerufen und nachgefragt, ob es möglich sei, schulübergreifend am dortigen Tischtennis-Sportkurs teilzunehmen. Da die zuständige Person allerdings nicht anwesend war, habe ich auch einen zweiten Anruf getätigt und schließlich einen zuständigen Lehrer am Telefon gehabt. Auf meine erneuten Ausführungen reagierte er wissend; anscheinend hatte ihn die erste Dame, die ich am Telefon hatte, eingeweiht. Denkste ... Mitten im Gespräch kommt plötzlich und unerwartet folgende Frage: "Wer war das eigentlich? Deine Freundin?" Nach einiger Ratlosigkeit erklärt er mir, ein "weibliches Wesen" habe ihn heute Morgen auf diesen Zusammenhang angesprochen, nur daher wisse er auch über die Problematik bescheid. Nach einigem Grübeln komme ich letztendlich darauf, dass ich wirklich eine Freundin an der Bülow habe, die sogar darüber bescheid wissen könnte. Soweit also alles in Ordnung. Glaube ich zumindest. Denn jetzt erfahre ich, dass diese Freundin heute den ganzen Tag krank im Bett verbracht hat. Merkwürdig, sehr merkwürdig. Das eigentliche Resultat fiel hingegen erwartet bürokratisch aus: Eigentlich sei der Kurs wohl voll, aber es bestehe die Möglichkeit einer anderweitigen Regelung über den Kurs der 2. Leistungsstufe; dafür solle ich doch einfach vorbeikommen und den entsprechenden Lehrer ansprechen. Das klingt nicht nur irgendwie unsinnig, sondern ist es bei näherer Betrachtung tatsächlich. Ich fahre also als schulfremder Schüler in eine fremde Schule, um einen fremden Lehrer zu suchen, den ich - wenn ich ihn denn gefunden habe - von einer utopischen Notlösung meiner Kursteilnahme überzeugen soll, die sich auch noch gegen die Schulbestimmungen richtet. Seit wann sind Sportlehrer keine Beamten mehr? ;-) Donnerstag, 26. Januar 2006Dritte AbiturklausurKalt ist es in den letzten Tagen geblieben - und glatt auch. Ein verheißungsvolles Omen, das sich zum Glück auch heute bewahrheitet hat: Es ist alles glatt gelaufen! Mit Deutsch musste ich heute die letzte und gleichzeitig schwerste Prüfung hinter mich bringen. Leider war es auch nicht ganz so gemütlich, wie die letzten Male, so dass ich die fünf Stunden heute in einem ziemlich stark beheizten Raum zubringen durfte. Trotz Erkältung, die sich ja schon am Montag angekündigt hat, und ganzen vier Quellen, die einzubringen waren, verlief die Zeit doch recht produktiv. Dass ich meine Argumentation dieses mal teilweise zerpflückt und wiederholt habe, sorgt diesmal - in Anbetracht des Thomas-Faktors - für eine realistische Einschätzung von 10 Punkten. Ohne Abzug. Hoffentlich. Zusammenfassend liegen also meine Schätzungen alle im 2er-Bereich, womit ich durchaus zufrieden bin. Die Tatsache, dass ich keiner meiner Klausuren 1er-Potential absprechen kann, rundet die Sache ab, so dass ich glücklich bin, mir das nächste halbe Jahr nicht allzu viele Gedanken über meine Klausuren machen zu müssen. Das Abitur ist an dieser Stelle höchstwahrscheinlich schon bestanden, so dass ich mich jetzt wichtigeren Sachen widmen kann: meiner Freizeit ;-) Für die nächste Woche - sprich: die Winterferien - steht jetzt eine Menge an. Es gilt einen Haufen Filme zu schauen, einige Spiele endlich bzw. erneut durchzuspielen und einige Kumpels haben auch schon die eine oder andere Aktion angekündigt. Es wird also nicht langweilig. Montag, 23. Januar 2006Zweite AbiturklausurWährend die Kleinstraßen der berliner Vororte - nach dem Tauwetter vor 2 Tagen - den klassischen Eislaufbahnen bei -16°C alle Konkurrenz machen, sich die Radiomoderatoren in Witzen darüber überschlagen und die Autofahrer herumschleichen, besaß ich heute erneut das Privileg, in einem gemütlich warmen Klassenraum Gelerntes anwenden und aufschreiben zu dürfen - zumindest kam mir das so vor. Trotz Halsschmerzen habe ich es mir heute während meiner Abiturklausur in Geschichte gemütlich machen können, da sich die Aufgaben auf Gebiete erstreckten, die ich - meines Erachtens - recht gut beherrsche. Schade eigentlich, dass ich mich mit weit mehr Inhalten beschäftigt habe; aber das ist wohl immer so. Meine Vorab-Einschätzung liegt hier bei optimistischen 12 Punkten. Irgendwie war das gar nichts heute. Und das hier erstrecht nicht. Jetzt graut es mir wirklich vor Deutsch. Irgendwie lief das bisher alles - den winterlichen Straßen entsprechend - viel zu glatt.
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