Selbst der ermäßigte Tarif des gestrigen Theaterbesuches von 7,- € hat sich nicht gelohnt. Erneut musste ich leider feststellen, dass die modern inszenierten Theaterstücke nicht viel taugen. So war ich von der Umsetzung des Schillerschen Dramas "Die Räuber" stark enttäuscht.
An wichtigen Nebendarstellern wurde leider genauso gespart, wie an der Kulisse. Dialoge wurden teilweise stark modifiziert und die Handlung verändert. So ist vom Tenor Schillers leider kaum etwas übrig geblieben. 4 Männer besiegen plötzlich eine Armee von 300 Mann und Franz, als einer der Protagonisten, erhängt sich nicht mehr mit seiner goldenen Hutschnur sondern stirbt am Schlafmittel in einer Vittel-Flasche aus Kunststoff. Und der Tod Amalias am Ende war mehr als unnötig, da niemand vorhanden war, der diesen - wie im Original - einforderte. Auch das in eine Berliner Zeitung eingewickelte Schwert wirkte wenig überzeugend.
Anscheinend werden mittlerweile nur noch 2 Kriterien an modernes Theater gestellt: Partiell hohe Lautstärke durch Schreien sowie fast nackte Menschen - Kunst, die mir leider nicht zusagt.
Für Erheiterung sorgten jedoch drei englisch-sprachige junge Frauen, die neben mir saßen. Nach einer Ermahnung einer erbosten Dame vor ihnen stellten sie ihre lebhaften Gespräche recht schnell ein und beschränkten sich darauf, die Hälfte der Zeit mit dem Schreiben von Kurznachrichten zuzubringen.
Wenigstens ergab sich durch diese Veranstaltung die Möglichkeit, auf den heutigen Geburtstag von Max zu warten und dementsprechend anzustoßen. An dieser Stelle auch nochmal alles Gute!