Das von mir zu den Abiturprüfungen scherzhaft aufgestellte meteorologische Gleichnis ließ sich dann doch auch gestern anwenden. Die mündliche Prüfung in Mathematik, der ich mich gestern noch stellen musste, verlief weder "cool" noch "glatt", sondern eher warm und hektisch ... wie das Wetter eben.
Die von mir behandelten Sachverhalte zum Üben für den gestrigen Tag waren dann doch von weit höherem Anspruch, als das, was letztendlich geprüft wurde. Dennoch war ich mit der Gesamtleistung persönlich nicht zufrieden, obwohl ich mich - bis auf zwei kleine Aufgabenteile - eigentlich ganz gut verkaufen konnte. Nichtsdestotrotz kann ich mich mit dem gestern Abend schließlich erhaltenen Prüfungsergebnis von 12 Punkten (2+) durchaus anfreunden, obwohl ich mich ein wenig darüber ärgerte, nur 2 Punkte an einer weiteren Schnittverbesserung vorbeigerauscht zu sein - das war's wohl, womit ich nach der Prüfung nicht zufrieden war ;-) So hieß es allerdings gestern Abend vom Oberstufenkoordinator, Herrn Gerhardter: "Zu einem Gesamtdurchschnitt von 1,8 gratuliere ich Sven Paris". Alles in allem also ungefähr der Schnitt, der von mir zum Eintritt in die Oberstufe angepeilt war. Ich bin daher durchaus zufrieden und danke an dieser Stelle allen, die mir schon so nett gratuliert haben.
Schöne Erfahrungen ließen sich nebenher mal wieder mit unsinniger Bürokratie machen. Nachdem Herr Wulf, mein Prüfungslehrer, sagte, ich könne eigentlich gehen, da nach mir kein Prüfling mehr käme, bestand unsere Oberstufenkoordinatorin doch noch auf ein Verweilen meinerseits im "Nachbereitungsraum". Nach dem Grund befragt, lautete die Antwort, dass man einem Schüler, der mit seinem Ergebnis durchgefallen sei, dies anschließend persönlich mitteilen wolle. Auf meine Erwiderung, ich könne selbst mit 0 Punkten nicht mehr durchfallen, hieß es nur noch, dass es ja nicht so schlimm sei, mich eine halbe Stunde lang noch mit meinen Mitschülern zu unterhalten. Zwangsbürokratie halt. Wir lernen in der Schule eben doch für das Leben.