Nachdem ich auf meine schriftlichen Anfragen via Fax und E-Mail keine Antworten erhielt, habe ich heute die Gabriele-von-Bülow-Oberschule angerufen und nachgefragt, ob es möglich sei, schulübergreifend am dortigen Tischtennis-Sportkurs teilzunehmen.
Da die zuständige Person allerdings nicht anwesend war, habe ich auch einen zweiten Anruf getätigt und schließlich einen zuständigen Lehrer am Telefon gehabt. Auf meine erneuten Ausführungen reagierte er wissend; anscheinend hatte ihn die erste Dame, die ich am Telefon hatte, eingeweiht. Denkste ...
Mitten im Gespräch kommt plötzlich und unerwartet folgende Frage: "Wer war das eigentlich? Deine Freundin?" Nach einiger Ratlosigkeit erklärt er mir, ein "weibliches Wesen" habe ihn heute Morgen auf diesen Zusammenhang angesprochen, nur daher wisse er auch über die Problematik bescheid. Nach einigem Grübeln komme ich letztendlich darauf, dass ich wirklich eine Freundin an der Bülow habe, die sogar darüber bescheid wissen könnte. Soweit also alles in Ordnung. Glaube ich zumindest.
Denn jetzt erfahre ich, dass diese Freundin heute den ganzen Tag krank im Bett verbracht hat. Merkwürdig, sehr merkwürdig.
Das eigentliche Resultat fiel hingegen erwartet bürokratisch aus: Eigentlich sei der Kurs wohl voll, aber es bestehe die Möglichkeit einer anderweitigen Regelung über den Kurs der 2. Leistungsstufe; dafür solle ich doch einfach vorbeikommen und den entsprechenden Lehrer ansprechen.
Das klingt nicht nur irgendwie unsinnig, sondern ist es bei näherer Betrachtung tatsächlich. Ich fahre also als schulfremder Schüler in eine fremde Schule, um einen fremden Lehrer zu suchen, den ich - wenn ich ihn denn gefunden habe - von einer utopischen Notlösung meiner Kursteilnahme überzeugen soll, die sich auch noch gegen die Schulbestimmungen richtet.
Seit wann sind Sportlehrer keine Beamten mehr? ;-)