Dienstag, 28. Februar 2006
"Wer hat denn Aufgabe 2 schon fertig?"
Ich melde mich, wahrheitsgemäß
"Gut Sven, dann arbeiten Sie sich einfach bis Aufgabe fünf durch"
"Gut, mach ich"
"An welcher Aufgabe arbeiten Sie denn jetzt?"
"Aufgabe 5"
"Gut, äh ... dann verschönern Sie einfach die Oberfläche ein wenig"
Ich liebe PHP - so beginne ich wenigstens einen Tag in der Schülerwoche mit weiterer Erholung und Spaß an der Sache.
Donnerstag, 23. Februar 2006
Zwischen Mittagessen und Hausarbeiten wollte ich eigentlich noch ein wenig mit meiner Familie quatschen. Da der Fernseher jedoch nebenbei lief, wurde dieses Gespräch schon nach kurzer Zeit durch das spannende Parallel-Riesenslalom (Snowboard) der Damen unterbrochen, das auch ich - selbst überrascht - als recht spannend empfand.
Kurz vor Ende der Achtelfinal-Qualifikation richtete sich dann die Aufmerksam auf Amelie Kober, die einzige verbliebende Deutsche der letzten acht und die gleichzeitig jüngste Teilnehmerin dieses Wettbewerbs. Der Satz des Kommentators, das Achtelfinale sei ihr Ziel gewesen, ließ zwar den nüchternen Realismus einkehren, änderte aber nichts an der Solidarität, die man seinen eigenen Landsleuten gegenüber aufrecht erhalten muss :-)
Und so gelang dem Mädchen, das mit ihren 18 Jahren ein Jahr jünger ist als ich, die Überraschung: In knappen Rennen gab sie gegen Ende immer genug Gas, um die Rennen zu gewinnen. Auch im Finale zeigte sie eine überragende Leistung, bis sie schließlich im zweiten Rennen stürzte. Trotzdem gab es allen Grund zum Jubeln.

Meinen Glückwunsch und ein Dankeschön für kurzweilige und spannende Unterhaltung im drögen Mittagsprogramm!
Quelle: FAZ.net
Ein eisiger Hauch des Schweigens umgibt die bisherigen Erkenntnisse unserer Abiturklausuren. Anscheinend möchte sich später keiner der Lehrer den Schuh anziehen, zuviel verraten zu haben. Was die Klausuren in Geschichte angeht steht zumindest eines fest: Seit gestern liegt der Entscheidungsprozess nur noch beim Prüfungsvorsitzenden, dessen Eingreifen jedoch recht unwahrscheinlich sein dürfte. Dennoch gilt es noch dreieinhalb Monate lang, Geduld zu bewahren und in Ruhe auf die Zensuren zu warten.
Worüber sich unsere Lehrerin jedoch schon jetzt ausgelassen hat: Punkteabzüge für Rechtschreibung. Dass ich die einzige Person des Kurses bin, die keinen Abzug bekommen hat, sorgt während des Wartens für zusätzliche Zuversicht.
Weiterhin deuten alle Indizien darauf hin, dass sowohl Geschichte als auch die anderen Klausuren halbwegs gut ausgefallen sind. Es gilt also: Blick nach vorne, Ohren steiff halten und nicht resignieren. Na dann wollen wir mal.
Mittwoch, 22. Februar 2006
Durch meine Erkrankung habe ich nicht nur mein Schlafpensum spontan auf knapp 24 Stunden erhöht - und somit fast die Hälfte des gestrigen und des heutigen Tages verschlafen - sondern auch noch das Curse-Konzert verpassen müssen, das gestern Abend stattfand.
Als "Ausgleich" dazu konnte ich das enttäuschende 1:1 des deutschen Rekordmeisters Bayern München gegen den AC Mailand sehen und weiß zudem, dass das Maskottchen der Biathlon-WM 2007 in Antholz Bumsi heißt (vgl. Süddeutsche Zeitung).
Der einzige Wehrmutstropfen ist dann wohl der Film Memento, den ich schon seit Jahren nicht mehr gesehen habe. Ein Ausgleich im eigentlich Sinne dürfte dies aber auch nicht sein.
Dienstag, 21. Februar 2006
Danke, gleichfalls - obwohl heute Dienstag ist.
Montag, 20. Februar 2006
Wohl ein netter Vorgeschmack auf nächsten Mittwoch, als ich mir heute eigentlich nur ein Attest für eben jenen Zweck vom Orthopäden holen wollte. Geschlagene dreieinhalb Stunden hat dieser Besuch gedauert.
In stickiger, ermüdender und teilweise unfreundlicher Atmosphäre (auf andere wartenden Personen bezogen) habe ich es allerdings wenigstens geschafft, eine gesamte Novelle durchzulesen. Nun kann ich mir in einer Woche das Schreiben für den Stabsarzt sowie meine Röntgenbilder abholen. Vielleicht ging es so doch nicht schneller - aber das stellt sich erst noch heraus.
Nach diesem Arztversuch, der zwei Gespräche und einmal Röntgen beinhaltete, fühle ich mich kranker als vorher (ich hasse Erkältungen ...) - was für ein zynisches Paradoxon des Alltags.
Montag, 13. Februar 2006
Am vorgestrigen Abend lief erneut eine Folge "Hautnah - Die Methode Hill". Nachdem vergangene Woche die letzte bisher abgedrehte Episode zu sehen war, begann gestern die erste Staffel - wahrscheinlich von neuem.
Nachdem ich so binnen kürzester Zeit die beiden chronologisch entferntesten Folgen - diesmal auch vollständig - gesehen habe, erscheint mir eine ausführlichere Betrachtung als das letzte Mal durchaus angemessen. Nicht zuletzt auch deswegen, weil dieser Beitrag mittlerweile zum beliebtesten Beitrag von Leuten geworden ist, die anscheinend nach weiterführenden Informationen gesucht haben. Ich denke, dass dies durchaus für die Qualität der Reihe sprechen dürfte.
""Hautnah - Die Methode Hill" (Rezension)" vollständig lesen
Freitag, 10. Februar 2006
Auch wenn ich im Normalfall wenig für solcherlei Formate zu begeistern bin, war der gestrige Bundesvision Song Contest eine Pflichtveranstaltung. Zum einen, weil es eine Menge deutscher Künstler auf einem Haufen zu sehen gab, zum anderen, weil das restliche Fernsehprogramm auch nicht viel hergab. Mittlerweile ist es ja leider schon normal geworden, jede Sendung mit einem Schwall von Moderationen, Zusatzinformationen und Werbung in die Länge zu ziehen. So lohnte sich auch dieses TV-Spektakel auf Pro 7 eigentlich nur, um nebenbei angesehen zu werden, solange sich die Aufmerksamkeit im richtigen Moment auf die Mattscheibe konzentrieren konnte.
"Bundesvision Song Contest 2006" vollständig lesen
Mittwoch, 8. Februar 2006
Dass die Franzosen uns in Sachen Urheberrecht an Innovation voraus sind, weiß ich spätestens seit der dortigen Diskussion um die so genannte Kulturflatrate. Anstelle von ständigen Verboten, Regulierungsdruck und Sanktionsandrohungen zeigen die Franzosen hierbei doch beachtliche Lebensnähe.
Mit einer noch viel liberaleren Auslegung, die Filesharing für legal erklärt (Heise Online berichtet), hätte ich jedoch nicht - bzw. nicht so schnell - gerechnet. Zudem hat der Käufer das Recht auf Privatkopien, das ihm kein Label verwehren darf.
Ich denke, von dieser Mentalität im Umgang mit Urheberrecht könnten wir uns ruhig das eine oder andere abschauen. Nicht zuletzt, weil sich dann Probleme bei der Strafverfolgung sowie zweifelhafte Ermittlungsmethoden von vornherein erledigt hätten. Weniger Ermittlungen, weniger Kosten und vor allem dennoch weitere Einnahmen für die Musik- und Filmindustrie wären doch wirklich eklatante Verbesserungen.
Auch, wenn die Zukunft Kino Marketing GmbH in diesem Fall wohl weniger zu tun hätte.
Seit der "Operation Boxenstopp" sind mittlerweile gute zwei Wochen vergangen und die betroffenden Raubkopierer sind mittlerweile vollends vergessen; zumindest beinahe. Denn das Hauptaugenmerk fokussiert sich derzeit immer mehr auf die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen - kurz GVU -, die anscheinend selbst recht stark involviert ist. Ein weiterer Artikel zu diesen Beschuldigungen ist gestern bei der Süddeutschen Zeitung erschienen.
Interessant finde ich in diesem Zusammenhang, dass die GVU keine der vorgeworfenen Taten bestreitet, sondern sie viel mehr noch rigoros zu verteidigen scheint. Auch die Statements des Geschäftsführers lassen mich weiter aufhören. Vor allem folgendes:
Sicher, staatliche Behörden dürften so nicht agieren. Insofern habe man die Nicht-Staatlichkeit der GVU für diese besondere Form der Ermittlungen genutzt. Doch lediglich in der Funktion eines „Katalysators“. Schließlich sei auch nichts Unrechtes geschehen.
Wenn ich das richtig verstehe, dann sagt Jochen Tielke, dass die GVU mehr Rechte als staatliche Behörden - sprich: die Polizei - habe. Das wage ich persönlich zu bezweifeln. Dass "nichts Unrechtes" geschehen sei bedeutet in diesem Zusammenhang doch, dass das Bereitstellen von Infrastruktur und geschütztem Material keine unrechten Handlungen darstellen, oder? ;-)
Aber auch weitere Schlussfolgerungen lassen sich aus den Ausführungen ableiten:
Die auf den GVU-Servern zum „Raub“ angebotenen Filme seien dort im Einverständnis mit den Rechte-Inhabern abgelegt worden.
Bedeutet dies, dass das Material auch weiter kopiert werden darf? Somit könnte man bei Peer-to-Peer eigentlich auch nicht mehr sofort von unrechtmäßigen Quellen ausgehen. Wenn es Rechteinhaber gibt, die ihr Einverständnis zur Bereitstellung geben, dürften die Grenzen hier sehr leicht verschwimmen. Ich bin sehr auf die weitere Entwicklung gespannt.
Wer anderen eine Grube gräbt ...
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