Es scheint sich leider nicht um bilaterale Realisierungsprozesse zu handeln, die derzeit das Schulwesen durchziehen. Während die Schüler langsam aber sicher realisieren, dass sich die Abiturprüfungen mit großen Schritten nähern, scheinen die Lehrer - routinierter weise - eben dieses nicht zu tun. In einem Zeitraum, in dem die Zensuren schon eingetragen sind, die Prüfungen quasi auf der Fußmatte stehen und an die Haustür klopfen, in dem nahezu alle Themen nicht mehr schulisch relevant werden, empfinde ich es irgendwie als realitätsfremd, großartig Hausarbeiten abzuverlangen, im normalen Unterrichtsbetrieb fortzufahren und sich darüber verwundert zu zeigen, dass die allgemeine Arbeitsbereitschaft stark fällt.
Währenddessen realisiere ich, dass die letzten - abiturvorbereitenden - Klausuren in Englisch, Geschichte und Deutsch geradezu ideal auch als Prüfungsnoten wären. Die Chance besteht zwar, aber ich beziffere sie - vor allem für Deutsch - doch als recht gering. Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntermaßen zuletzt.