Samstag, 31. Dezember 2005Mein Kalender: "Brain Jogging 2006"Nun ist es endlich der 31. Dezember, so dass ich endlich meinen neuen Abreißkalender aufhängen kann. Der fängt nämlich schon am 31. an. Nachdem mich der "Brockhaus - was so nicht im Lexikon steht 2005" doch etwas enttäuscht und gen Ende auch genervt hat, bin ich gespannt, wie mich der Brain Jogging 2006-Kalender von Harenberg überzeugen wird. Eines ist schonmal sicher: Ich muss wohl mehr tun, als das Kalenderblatt zu lesen und obskures Wissen größtenteils wieder zu vergessen. Der Kalender wartet nämlich mit Aufgaben auf, die - wie der Name schon verspricht - meine grauen Zellen trainieren sollen. Der Untertitel "Der Kalender für kluge Köpfe" wird in Zukunft wohl zu überprüfen sein. Ich bin gespannt, ob der Kalender diesem Urteil gerecht wird oder ob ich einfach nur dämlich bin und an dem Kalender verzweifeln werde ;-) Die erste Aufgabe aus dem Bereich Kreativität (da habe ich wohl auch einiges nachzuholen) wirkt erstmal recht innovativ und auflockernd. Sie verlangt von mir 6 absurde Vorsätze, die ich "niemals durchführen" könnte oder würde. Wo fange ich da bloß an? Ich bin mal neugierig, was da noch kommt. Begeistert bin ich zumindest von der Informationsfülle. Sternzeichen, Namenspatronen, Sonnenauf- und untergänge (auch für Mondphasen) und eine allgemeine Monatsübersicht befinden sich neben dem Datum. Das Design wirkt auch recht ansprechend: Sparsam, aber dennoch mit auflockernden grünen Abgrenzungen. Das neue Jahr wirft schon jetzt seine Schatten voraus. [Nachtrag] Sehr schön, dass bei Amazon Kalender als Bücher gelistet sind. So erhalte ich sie wenigstens portofrei. Mittwoch, 28. Dezember 2005Die ultimative GlätteIn der gestrigen Nacht habe ich Erfahrung mit der Glätte machen dürfen, die man in der Nähe anscheinend nur in frohnauer Nebenstraßen vorfindet. Es ist schon eine Erfahrung, mit 20 km/h in eine Kurve einbiegen zu wollen und dennoch ungestört weiter geradeaus zu rutschen, um anschließend festzustellen, dass man das Gaspedal nur antippen muss, um dass die Reifen durchdrehen. Eine Erfahrung, die das Gefühl für's Autofahren erweitern kann. Bemerkt habe ich heute allerdings, dass sich die Fahrbahnerfahrungen der anderen Autofahrer anscheinend auch auf völlig schneefreie Hauptstraßen auswirken. Auf völlig freier, ebener und gerade Strecke mit 25 herumzuschleichen, als wolle man unbemerkt jemanden erschrecken, scheint mir doch teilweise etwas übertrieben vorsichtig. Ein weiteres Phänomen scheint es jedoch zu sein, dass die gleichen Personen bei Überholversuchen aber auf einmal doch 50 fahren können. Wenn nötig sogar 60. Autofahrer sind doch eine seltsame Spezies, zumindest in freier Wildbahn. Donnerstag, 22. Dezember 2005Erstes FreundschaftsspielSoeben entstieg ich meinem wohlverdienten Bad, bestehend aus heißem Wasser und einem Kurbad mit Melisse und Limone. Ich fühle mich jetzt doch merklich wohler als vorher :) Nach einigen Anfangsschwierigkeiten, die durch einen weggefahrenden Hallenwart, der dementsprechend den zweiten Korb nicht von der Decke lassen konnte, worden sind, konnten wir dann auch mit dem heutigen Freundschaftsspiel beginnen, das nun hinter mir liegt. Selbiges wurde von uns mit 63:20 gewonnen. Leider war unser Spiel nicht so gut, wie es die Punkte vermuten lassen. Bei dieser Gegenwehr hätten eigentlich weitere 20 Punkte locker drin sein müssen. Vor allem am Anfang war das Spiel doch eher chaotisch und die Korbanzahl recht spärlich. Erst gegen Ende zeigten sich konditionelle Vorteile für uns, die allerdings auch auf die höhere Spielerzahl unsererseits zurückzuführen ist. In dieser Phase haben wir zwar Punkte gutmachen können, die am Anfang vergeben wurde, gereicht hat es aber meines Erachtens dennoch leider nicht. Aber genau für solche Erkenntnisse sind Freundschaftsspiele notwendig. Ich denke schon, dass die heutigen Erfahrungen sowie die anschließende Fehleranalyse morgen für eine Spielverbesserung sorgt. Das nächste, wohl recht harte, Freundschaftsspiel findet am 4. Januar 2006 statt. Zuschauer sind gerne gesehen. Wer Interesse daran hat, sich das Spektakel anzusehen, möge sich dementsprechend bei mir melden. Theater: Schillers VerschandelungSelbst der ermäßigte Tarif des gestrigen Theaterbesuches von 7,- € hat sich nicht gelohnt. Erneut musste ich leider feststellen, dass die modern inszenierten Theaterstücke nicht viel taugen. So war ich von der Umsetzung des Schillerschen Dramas "Die Räuber" stark enttäuscht. An wichtigen Nebendarstellern wurde leider genauso gespart, wie an der Kulisse. Dialoge wurden teilweise stark modifiziert und die Handlung verändert. So ist vom Tenor Schillers leider kaum etwas übrig geblieben. 4 Männer besiegen plötzlich eine Armee von 300 Mann und Franz, als einer der Protagonisten, erhängt sich nicht mehr mit seiner goldenen Hutschnur sondern stirbt am Schlafmittel in einer Vittel-Flasche aus Kunststoff. Und der Tod Amalias am Ende war mehr als unnötig, da niemand vorhanden war, der diesen - wie im Original - einforderte. Auch das in eine Berliner Zeitung eingewickelte Schwert wirkte wenig überzeugend. Anscheinend werden mittlerweile nur noch 2 Kriterien an modernes Theater gestellt: Partiell hohe Lautstärke durch Schreien sowie fast nackte Menschen - Kunst, die mir leider nicht zusagt.
Für Erheiterung sorgten jedoch drei englisch-sprachige junge Frauen, die neben mir saßen. Nach einer Ermahnung einer erbosten Dame vor ihnen stellten sie ihre lebhaften Gespräche recht schnell ein und beschränkten sich darauf, die Hälfte der Zeit mit dem Schreiben von Kurznachrichten zuzubringen. Wenigstens ergab sich durch diese Veranstaltung die Möglichkeit, auf den heutigen Geburtstag von Max zu warten und dementsprechend anzustoßen. An dieser Stelle auch nochmal alles Gute! Mittwoch, 21. Dezember 2005Der finale Coundown!Heute kommt wirklich alles zusammen. Erstmal das Erfreulichste: Ich habe ich ab jetzt offiziell Ferien! Gleichzeitig stelle ich allerdings bedrückt fest, dass die letzten 30 Tagen vor meinem ersten schriftlichen Abitur-Termin angebrochen sind. Irgendwie gefällt mir das nicht... vor allem, da die Weihnachtszeit schon jetzt stressig zu werden verspricht. Naja, mal sehen. Ansonsten habe ich heute - obwohl ich nur 2 Fächer hatte - gleich 3 Klausuren zurückerhalten. Alles recht durchwachsen: Den Auftakt hat PW gemacht. Mit 13 Punkten (1-), der zweitbesten Klausur, bei einem Schnitt von 6,58 Punkten gab es wirklich einen Grund zur Freude. Die nachfolgende Matheklausur hatte ich eh schon als verkorkst abgeschrieben. Etwas Anderes wäre wohl auch Realitätsflucht gewesen, denn immerhin war der Klausurinhalt viel zu viel für 90 Minuten. So kam es denn auch, dass ich mit 7 Punkten (3-) auch nicht sonderlich erschrocken war. Freuen konnte ich mich trotzdem darüber nicht. Den Schnitt habe ich leider nicht, aber dass die beiden eigentlichen Kursbesten, Till und ich, nur 8 und 7 Punkte haben, spricht wohl für sich. Naja, und Philosophie unterlag anscheinend einer egalitären Notengebung. So gibt es sechs Zweien und sechs Dreien (und eine Vier, hups). Irgendwie bin ich da mit 11 Punkten (2), die also direkt in diesem Schema liegt, nicht sonderlich zufrieden. Laut Auskunft meiner Geschichts-Lehrerin habe ich die selbe Note auch in der Geschichts-Klausur erreicht, die allerdings noch nicht vollständig kontrolliert worden ist und die es daher nicht zurückgab. Herr Thomas ist bis heute mit den Deutsch-Klausuren nicht fertig geworden. Vielleicht geschieht ja noch etwas und wir erhalten die Klausur heute Abend beim gemeinsamen Theaterbesuch zurück.
Ich kann zum jetzigen Zeitpunkt allerdings definitiv sagen, dass die Tendenz der sich verschlechterenden Noten wirklich vollständig um sich gegriffen hat. Es gilt nun also, möglichst gute Abiturprüfungen abzuliefern. Und die beginnen in 30 Tagen... Donnerstag, 15. Dezember 2005Projekt: SV-HomepageDie im Rahmen der Informatik-Projekte angelegte Seite für die Schülervertretung ist nun von offizieller Seite online gestellt worden. Sie ist entweder über die Homepage der GHO (Organisationen -> SV) oder direkt an dieser Stelle zu erreichen. Die entsprechende Benotung durch meine Informatik-Lehrerin erfolgt leider erst nach den Ferien. Dennoch bin ich der Meinung, dass sich das Ergebnis durchaus sehen lassen kann. Daher gehe ich auch von einer recht guten Zensur für dieses Projekt aus. Mittwoch, 14. Dezember 2005Klausur: EnglischDie alten Ordnungen sind vollends umgestürzt worden. Der Trend, dass ich mich in den Klausuren dieses Semesters im Vergleich zum letzten konsequent verschlechtere, der Fakt, dass meine Informatik-Klausuren die besten jedes Semesters sind und dass ich gewöhnlicherweise bei Englisch-Klausuren eher durch Fehlerquotient und Inhalt als durch Stil und Wortwahl punkte, sind seit heute alle auf den Kopf gestellt. So habe ich meine Klausur zwecks Untersuchung durch den Fachbereichsleiter zwar noch nicht zurückerhalten, allerdings meine Note erfahren: 13 Punkte (1-)! Dass sich diese Note mit jeweils 13 Punkten für Stil und Fehlerquotient und 12 Punkten im Inhalt zusammensetzt, wundert mich doch sehr. Ich blicke somit meiner schriftlichen Abiturprüfung in Englisch recht erfreut entgegen. Immerhin habe ich bis dahin auch noch einige Dinge vor, die hoffentlich zur Verbesserung der Klausurenqualität beitragen. Der Schnitt von 8,5 Punkten rundet das Ganze irgendwie ab. Meint es das Schicksal dann doch plötzlich gut oder soll ich mich vor den Abiturprüfungen und der morgigen Geschichtsklausur einfach nur in Sicherheit wiegen? Ich muss darüber nachdenken... [Nachtrag] Sonntag, 11. Dezember 2005Kreidemalereien auf höchstem NiveauWer als Kind einmal mit Kreide auf der Straße gemalt hat, weiß, wieviel Spaß man dabei haben kann. Allerdings sahen die Resultate nie großartig besser aus, als das, was sie eigentlich waren: Malereien von Kindern mit Kreide auf Asphalt. Julian Beever gelingt es jedoch, dieses Hobby in eindrucksvolle Kunst zu verwandeln. Mit Begeisterung habe ich daher seine Homepage angesehen. Besonders zu empfehlen sind die "3D illusions", die wahrhaftig schöne Eindrücke in Fußgängerzonen vermitteln. Wie gerne träfe ich solche Kunstwerke auch in unseren Fußgängerzonen an... Samstag, 10. Dezember 2005Weg mit Kevin!Geschockt habe ich von dieser Aktion erfahren, bevor ich überhaupt das Objekt der Aktion zu Gesicht bekommen habe: Die Verpackung der "Kinder Schokolade" hat ein neues Gesicht bekommen. Die Aktion Weg mit Kevin setzt sich bei Ferrero derzeit dafür ein, das alte Gesicht wieder auf die Verpackungen zu bringen. Wer also in nächster Zeit beim Einkaufen nicht ständig dieses Gesicht sehen möchte: sollte sich an dieser Aktion beteiligen :) Freitag, 9. Dezember 2005Curse - "Sinnflut"Ich habe mir diese Woche den zweiten Tonträger dieses Jahres gekauft: "Sinnflut" von Curse. Da sich meine Begeisterung für neue Musik mittlerweile recht in Grenzen hält, habe ich mich natürlich zuvor mit dem kommenden Album beschäftigt - und mich für den Kauf entschieden. Curse bleibt auch diesmal seiner Linie treu; schon der Titel weist darauf hin. Die Anlehnung an eine 'Sintflut' zeigt wohl die gewaltige Kraft, die von dem Album ausgehen soll. Der verwendete Ausdruck 'Sinnflut' zeigt jedoch, wohin Curses Intention geht: Er will abermals mit Sinn fluten. Der anhaltende, aus Hamburg übergeschwappte Trend macht jedoch auch leider auch vor Curse nicht halt: Aufgedunsenere, poppigere Beats und weniger Textqualitäten. Dennoch gelingt es ihm, trotz fetterer Beats, seine Textqualitäten nur geringfügig davon beeinflussen zu lassen. Wenn sich Curse mit Themen auseinandersetzt, tut er dies gründlich, das hat er schon in der Vergangenheit bewiesen - so auch diesmal. Wahrscheinlich ist das auch einer der Gründe, warum 14 der 16 Songs nicht unter 4 Minuten liegen. Die Tiefsinnigkeit des Albums, die schon durch den Titel verdeutlicht wird, stellt sich wahrhaftig ein; und so habe ich mich für den Kauf des Albums entschieden. Nicht zuletzt auch deswegen, weil Curse zu Weihnachten im Jahre 2003 'einfach mal so' eine EP ("Feuer über Deutschland") zum kostenlosen Download gestellt hat. Dass er auch diesmal wieder an seine Fans gedacht hat, durfte ich erfreut feststellen: Vor dem Release des Albums gab es die Möglichkeit, jeden Song im Vornherein teilweise zu hören und zu jedem Song eine Videobotschaft von Curse anzusehen, in der Curse über das entsprechende Lied gesprochen hat. Leider ist für mich auch hier - wie bei nahezu allen Tonträgern des deutschen Hip-Hops dieses Jahres - ein Qualitätsverlust gegenüber den älteren Alben zu verbuchen; auch, wenn dieser vergleichsweise sehr gering ausfällt. Eben dies ist der Grund, weshalb dieses Album der zweite und letzte Tonträger dieses Jahres für mich sein wird. Qualität und Motivtreue wird von mir, als Kunden, honoriert. Es scheint jedoch, als sei heutzutage ein gewisser Qualitätsverlust nicht abzuwenden, wenn man von seiner Musik leben möchte. Denn im verschärften Wettbewerb und geschwächter Kaufkraft der Verbraucher muss die Musik wohl mehr Menschen gefallen, als je zuvor...
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